Produktpiraterie schädigt Maschinenbau in Milliardenhöhe

News / 06. Mai 2020

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Durch Produkt- und Markenpiraterie entsteht im Maschinenbau ein Milliardenschaden, der in den beiden vergangenen Jahren sogar noch größer geworden ist. Laut der aktuellen Studie »Produktpiraterie 2020«, die vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC im Auftrag des VDMA erstellt wurde, ist der jährliche Schaden inzwischen auf 7,6 Milliarden Euro gewachsen – 2018 waren es noch 7,3 Milliarden Euro.

Ein Umsatz in dieser Höhe würde im Maschinenbau umgerechnet knapp 35.000 Arbeitsplätze bedeuten. »Erschreckend dabei ist, dass 57 Prozent der Unternehmen von Fälschungen berichten, die eine Gefahr für die Anlage darstellen. Das zeigt, dass es sich bei Plagiaten nicht um Kavaliersdelikte handelt, denn der Betrieb von gefälschten Maschinen oder Anlagen mit gefälschten Komponenten kann eine echte Gefahr für den Bediener bedeuten«, sagt Steffen Zimmermann, Leiter VDMA Competence Center Industrial Security.

Alle zwei Jahre befragt der VDMA seine Mitgliedsfirmen zu den Bedrohungen und Auswirkungen von Fälschungen. In der aktuellen Studie, die vom Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC im Auftrag des VDMA erstellt wurde, gaben 74 Prozent der befragten Unternehmen an, von Produktpiraterie betroffen zu sein, bei Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern erreichte dieser Anteil sogar 90 Prozent – beides sind neue Höchstwerte.