Das vom BMWI geförderte Projekt »SDI in NRW« bringt die Nutzung von sicheren digitalen Identitäten voran

News / 16. Juli 2020

Das Fraunhofer AISEC entwickelt gemeinsam mit Form-Solutions GmbH, Governikus KG, YES Payment Services GmbH (yes®) sowie bol-Systemhaus GmbH unter dem Projektnamen »SDI in NRW« eine neue Lösung zur digitalen Identitätsfeststellung mit Hilfe von sicheren digitalen Identitäten (SDI).

Für Geschäfts- und Verwaltungsprozesse in der virtuellen Welt wird die eindeutige Identifikation der handelnden Person mehr und mehr unabdingbar. Digitale Identitäten sind somit die Schlüsseltechnologie, welche es ermöglicht, digitale Geschäftsprozesse und Verwaltungsservices anzubieten. Die aktuell verfügbaren Lösungen sind oft nicht passgenau, benutzerfreundlich oder wirtschaftlich und aus diesen Gründen nicht weit verbreitet. Auch Sicherheits- und Datenschutzaspekte führen dazu, dass digitale Identitäten für die unterschiedlichen Zielgruppen unattraktiv sind.

Das Schaufenster-Projekt »SDI in NRW - Sichere digitale Identitäten in Nordrhein-Westfalen« geht diese Herausforderungen an. Dazu hat sich ein interdisziplinäres Team  aus vier Mitgliedern mit IT-Know-how, Forschung und Wissenschaft sowie starken Partnern aus der Praxis zusammengeschlossen, um eine ganzheitliche Betrachtung des Themas zu gewährleisten. Am Beispiel NRW soll aufgezeigt werden, wie Kunden bzw. Bürger mit ihrer SDI in einer Vielzahl von Anwendungsfällen digital und sicher nutzen können. Dabei soll die SDI für Bürger zum alltäglichen Teil ihres Handelns werden – so wie es z. B. das Online-Bankings für viele bereits heute ist.

Die im Rahmen des Projektes entwickelten Ergebnisse sollen anschließend bundesweit umgesetzt werden. Sie fokussieren sich deshalb nicht nur auf den kommunalen Bereich, sondern berücksichtigen ebenso den Banken- und Versicherungssektor. Die Vorstellung der Projektergebnisse erfolgt im November 2020.

»SDI in NRW« wird durch den Innovationswettbewerb »Schaufenster Sichere Digitale Identitäten« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Partner der ersten Projektphase sind: Fraunhofer-Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC, Governikus KG, YES Payment Services GmbH (yes®), Form-Solutions GmbH, bol Systemhaus GmbH. Das Projekt wird aktiv vom CIO des Landes NRW, dem KDN - Dachverband kommunaler IT-Dienstleister, der KAAW - Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West und der Stadt Bochum als assoziierte Partner unterstützt.

Interessierte für die sich anschließende Umsetzungsphase sind eingeladen, mit den Partnern in Kontakt zu treten.

 

PROJEKT-TEAM-MITGLIEDER UND IHRE ROLLEN

 

Fraunhofer AISEC ist Konsortialführer, begleitet das Projekt aus wissenschaftlicher Perspektive und verantwortet die Themenfelder Informationssicherheit, Datenschutz und Benutzbarkeit. (Weitere Infos: martin.seiffert@aisec.fraunhofer.de)

Die Governikus KG stellt mit ihren Komponenten die Kernelemente des Servicekonto.NRW zur Verfügung und somit die Schlüsseltechnologie für die erfolgreiche Umsetzung sicherer digitaler Identitäten. 

Die YES Payment Services GmbH (Rösrath) bringt das yes® Ökosystem in das Projekt ein und stellt sicher, dass Online-Banking-Nutzer - heute bereits ca. 25 Mio. Kunden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken - die im Projekt realisierten Anwendungsfälle spontan nutzen können. 

Die Form-Solutions GmbH bietet seit über 20 Jahren intelligente Formularservertechnik kombiniert mit einem umfassenden Verlagssortiment für ihre 2.200 hauptsächlich kommunalen Kunden und bringt sich im Rahmen des Projektes mit Praxis-Know-how aus dem E-Government-Umfeld ein. 

Die bol Systemhaus GmbH bietet ein universale Formular-Management-System (FMS) für Behörden und Firmen an. Im Rahmen eines rechtssicheren OZG-Formular-Pools sollen unterschiedliche »elektronische Unterschriften« der Bürger unterstützt werden.